19. Tag – 03.03.2015 – Pisaq

Langsam könnte man meinen wir wären wirklich im Urlaub. Wir haben mal wieder bis in die Puppen gepennt. Jetzt erstmal wieder anständig Frühstücken gehen. Und wo könnte man das besser als bei Paddy’s.

Nach unserer morgendlichen Stärkung liefen wir zum Busbahnhof um einen Bus nach Pisaq zu erhaschen. Unser netter Kellner aus dem Pub erklärte uns, dass man für ein Taxi nach Pisaq rund 80 Sol rechnen muss und mit dem Bus etwa 4 Sol pro Nase. Also war unsere Entscheidung klar. Wir waren kaum in die Straße eingebogen, wo die Busse fahren sollten, da sprang uns auch schon der erste Peruaner entgegen und verfrachtete uns in sein Colectivo. Da er von uns auch nur 4 Sol wollte, war uns das mehr als Recht. Nur gut das für Colectivos in Peru anscheinend keine Verkehrsregeln gelten und so waren wir sicher doppelt so schnell am Ziel als mit dem Bus.

In Picaq angekommen mussten wir zwangsläufig durch den örtlichen Touristenmarkt um zum Startpunkt unseres Rundgangs durch die Ruinen von Pisaq zu gelangen. Dort angekommen eröffnete sich uns ein steiler Anstieg über Treppen und Terrassen zur Spitze des Berges, auf dem drei Wehrtürme prangten. Ich dachte mir so für mich, „Ok. Ein bisschen sportliche Herausforderung tut gut und die Aussicht wird uns sicher entlohnen“.

Aufstieg zu den Ruinen von Pisaq

Aufstieg zu den Ruinen von Pisaq

Schnell stellten wir fest, dass es auf der Höhe von über 3.000 Meter nochmal um einiges schwieriger fällt die Flanke des Bergs zu erklimmen, als dies in Machu Picchu der Fall war. Endlich oben angekommen, müssten wir feststellen, dass wir noch bei weitem nicht oben angekommen waren und der Weg weiter führte auf den nächsten Gipfel. Plötzlich taten sich einige Häuser am Berghang vor uns auf, die wohl von den Inkas hier oben errichtet wurden. Ein Stück weiter lag eine größere Tempelanlage mit präzise behauenen Steinen und Erkern, in denen früher sicher allerhand Götzenbildnisse standen.

Tempelanlage

Tempelanlage

Auf einem kleinen Plateau etwas unterhalb lag eine kleine Inkasiedlung sowie unzählige mächtige Terrassen, auf denen in früheren Zeiten Nahrungsmittel angebaut wurden.

Ein Teil der Terrassen um Pisaq

Ein Teil der Terrassen um Pisaq

Entlang das gesamten Berghanges erstreckten sich Türme, Mauern und Terrassen, welche zur nächsten Ansammlung von Häusern führten.

Teil der Inkasiedlung mit weiteren Terrassen im Hintergrund

Pisaq war nach Machu Picchu sicher eine der wichtigsten Stätten der Inka und nicht minder beeindruckend, lediglich weniger touristisch entschlossen und so musste man sich nicht gegenseitig auf die Füße treten, sondern konnte in aller Ruhe die unglaublichen Taten der Inka auf sich wirken lassen. Die Häuser hier waren teilweise wesentlich besser erhalten als anderswo im ehemaligen Inkareich.

Nach dem langen Abstieg kamen wir nach etwa vier Stunden wieder an unserem Ausgangspunkt an, schlenderten noch kurz über den Markt und ließen uns zum Abschluss im Blue Lama noch ein kühles Bier schmecken.

Zurück ging es wieder mit dem Colectivo und anschließend zu Chez Maggy, wo wir uns unser wohl verdientes Abendessen schmecken ließen. Zum Abschluss gönnten wir uns bei Paddy’s noch ein kühles Bier bevor wir nach den rund 600 Höhenmetern des heutigen Tages, wo wir auf über 3.500 Meter kletterten, alle völlig erschöpft in unsere Betten fielen. Morgen wartet erneut die wundervolle Stadt Cusco auf uns, um erneut entdeckt zu werden.

3 Replies to “19. Tag – 03.03.2015 – Pisaq”

  1. Matthias Hein Autor dieses Beitrags:

    Den hatte das Internet wohl verschluckt. Eigentlich hatte ich den gestern schon veröffentlicht. Naja. Hier ist er nun nochmal 🙂

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